Im Todesfall

Übergabe in der Erbteilung nach dem Tod des bisherigen Patrons

Die Grundlagen einer Familienlösung im Todesfall können nicht unterschiedlicher sein:

  • Personell
    • der Nachfolger ist bestimmt
    • der Nachfolger ist nicht bestimmt
  • organisatorisch
    • der Nachfolger ist bereits im Unternehmen tätig
    • der Nachfolger ist nicht im Unternehmen tätig
  • rechtlich
    • der Nachfolger hat ein Teilungsvorrecht auf die Unternehmensaktien und es besteht im Falle einer Personengesellschaft eine Fortsetzungs-, Eintritts- oder Abfindungsklausel
    • der Nachfolger hat kein Teilungsvorrecht und muss alle Miterben motivieren, ihm in der Erbteilung die Unternehmensaktien zuzuweisen bzw. sich mit diesen über den Unternehmenswert einigen
  • finanziell
    • der Nachfolger ist mit einer max. verfügbaren Erbquote eingesetzt, ev. ist er gar Begünstigter einer Pensionskassen- und/oder Lebensversicherungsleistung auf das Leben des Unternehmers
    • der Nachfolger kann sich nur auf sein gesetzliches Erbrecht berufen

Hat der Unternehmer vor seinem Ableben personell, organisatorisch, rechtlich und finanziell für den Ablebensfall die Weichen gestellt, ist dies sicher wesentlich besser, als ein Abschied ohne jegliche Klärung.

Sind mehrere Erben zu befriedigen, kommt es vor allem auf deren Kompromissbereitschaft an. Es ist das offene Gespräch mit allen Beteiligten zu suchen und das Verständnis zu bilden, dass der Unternehmenswert bzw. das Unternehmervermögen selten gerecht aufgeteilt werden kann, ohne das Unternehmen auszuhöhlen oder überzustrapazieren.

Die spätere Veräusserung aus dem Nachlass an einen Dritten ist möglich: Es gelten die Regeln des Verkaufs an einen Dritten, wobei je nach Rechtsform des Unternehmens eine Beurteilung der anfallenden Steuern und Sozialabgaben vorzunehmen ist.

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31 Nur wenn eine Meistbegünstigung des Nachfolgers organisiert ist bzw. der Nachfolger Begünstigter einer Lebensversicherung ist

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